Landwirte werden zu Energiewirten, Kraftstoffe und Heizöl werden grün und Verpackungen biologisch abbaubar. Die Landwirtschaft liefert längst nicht mehr nur Nahrungsmittel, sondern trägt mit der Produktion von nachwachsenden Rohstoffen zu Umweltschutz und Ressourcenschonung bei. Diesem Wachstumsmarkt widmete sich die Internationale Grüne Woche auch 2009 mit einem eigenen Ausstellungsbereich. Die nach 2008 zum zweiten Mal von WPR COMMUNICATION organisierte nature.tec – Fachschau für Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe zeigte in der Halle 4.2 vom 16. bis 25. Januar auf 3.000 m2 die Vielfalt dieses innovativen Wirtschaftsbereichs.
Die an der Fachschau beteiligten Verbände und Institutionen hatten sich für die zehntägige Großmesse vorgenommen, mit einigen Vorurteilen aufzuräumen, die in den letzten Monaten insbesondere im Zusammenhang mit der Produktion und Nutzung von Biokraftstoffen öffentlich diskutiert wurden. Statt „Teller oder Tank“ hieß es für die nature-tec-Aussteller „Teller, Tank und noch viel mehr.“ Die in den Medien intensiv geführte Diskussion über das Für und Wider von Biokraftstoffen wurde im Rahmen der auch von Politikern stark frequentierten Traditionsmesse unter dem Berliner Funkturm versachlicht. So machten die teilnehmenden Biokraftstoffverbände beispielsweise deutlich, dass heimisch produzierte Rohstoffe nicht zur Rodung von Urwäldern beitragen und dass bei der Produktion der marktführenden Biokraftstoffe Biodiesel und Bioethanol grundsätzlich auch in großem Umfang Futtermittel anfallen. Ein Umstand, der von Kritikern gerne ausgeblendet wird.
Die Präsentation von Technologien zur Produktion von Strom und Wärme aus Biogas sowie der Einsatz von Bioheizöl in bestehenden Heizungsanlagen oder zukünftig auch in kompakten Brennstoffzellen verdeutlichte, dass die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe viel mehr zu bieten hat als den ausschließlichen Einsatz in Fahrzeugmotoren. Diese und noch zahlreiche andere Aspekte einer nachhaltigen Produktion von Bioenergie und der ebenfalls mit erheblichen ökonomischen und ökologischen Potenzialen verbundenen stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe wurden für die Messebesucher anhand von Mitmachaktionen, Exponaten und einem umfangreichen Bühnenprogramm vorgestellt.
Getragen wurde die nature.tec – Fachschau für Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe von insgesamt sieben Branchenverbänden und Institutionen, die sich mit der Messe Berlin zusammengeschlossen haben, um diesem rasant wachsenden Markt einen angemessenen Raum innerhalb der 74. Internationen Grünen Woche einzuräumen. Die Ausstellung wurde darüber hinaus vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert. Das Ministerium begleitet die Forschung und Markteinführung nachwachsender Rohstoffe und ihrer Endprodukte im Bereich der stofflichen und energetischen Nutzung bereits seit Jahren intensiv über seinen Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), die ebenfalls zum Trägerkreis der nature.tec gehört.
Das Team von WPR COMMUNICATION Berlin zeichnete verantwortlich für die Gesamtkonzeption, den Messebau, die Pressearbeit, Politikerbesuche sowie das umfangreiche fachliche Bühnenprogramm.